1. Durchsicht

900 DS
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TheDoctor
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von TheDoctor » Freitag 10. April 2026, 12:30

Willkommen im Club! Ich hatte es bereits in einem anderen Thread geschrieben: Meine erste Inspektion hat über 400€ gekostet. Abzocke meiner Meinung nach.

MrTrocks
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von MrTrocks » Mittwoch 13. Mai 2026, 12:53

Heute meine von der 1000er-Inspektion abgeholt. Preis war super, wenn ich da an meine Erstinspektion bei der Honda denke. Netto 140,38 Euro. Demzufolge 167 Euro. Ich habe mir noch den Riser verbauen und das Navi anbringen lassen und komme so inkl. der Arbeiten und einem Ersatzfahrzeug auf brutto 324,56 Euro. Ich denke, da kann ich wirklich nicht meckern. Bin mal gespannt, was dann die nächsten Inspektionen kosten. :-)
VOGE Inspektion.JPG

AlCuMoTaTiV
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von AlCuMoTaTiV » Donnerstag 21. Mai 2026, 21:41

Hallo,

bei mir hat der 1000er 202€ brutto gekostet. Da ich das Fahrzeug bei dem Händler auch gekauft habe, habe ich für diese erste Durchsicht auch ein Leihfahrzeug bekommen.

Schöne Grüße
AlCuMoTaTiV

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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von DSXPit2024 » Freitag 22. Mai 2026, 10:01

Ich habe für meine 1. Inspektion ca. 50,- € bezahlt, da ich alles selbst mache. Auf die Garantie lege ich keinen Wert. Sie hätte 2 Jahre Garantie gehabt wird jetzt schon 2 Jahre alt und hatte 0,nichts dran ;-)

MicktheFlick
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von MicktheFlick » Mittwoch 1. Juli 2026, 16:49

Ich hab meine 900 heute mit exakt 1.000km beim Händler vorgestellt und konnte drauf warten.

Kosten waren mit 253€, etwas höher als erwartet. Allerdings hat die Mechanikerin auch etwas mehr Zeit gebraucht, weil ich schon eine Lenkererhöhung montiert hatte, die sie demontieren musste, um an eine Schraube zu kommen.

Aber ich finde es hält sich im Rahmen und es war eine tolle Tour bei 20 Grad durchs Münsterland. 😊
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Herbotuning
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von Herbotuning » Freitag 3. Juli 2026, 22:53

Hi,

ich möchte euch auch mal als „Händler“ einen Einblick geben wie solche Preise zustande kommen. Der Beitrag wird voraussichtlich etwas länger…das vollständige Lesen erfordert daher etwas Zeit 🙈. Ich finde es allerdings sehr wichtig das zu erklären und das für den Endkunden transparent zu gestalten. Ich denke ich schreibe da auch für alle Händler Kollegen. Wir im Raum Baden-Württemberg haben natürlich andere allgemein Kosten als Kollegen im Osten. Aktuell budgetieren wir für einen „Nomalen Service“ 340€ brutto und 1.5Stunden Arbeitszeit. Ein Kundendienst ist bei uns kein schneller Ölwechsel und kein „einmal kurz drüberschauen“.

Das Motorrad wird fachgerecht geprüft, gewartet und kontrolliert. Dazu gehören neben dem Wechsel der vorgesehenen Betriebsstoffe und Verschleißteile auch die Kontrolle der sicherheitsrelevanten Komponenten und die vorgeschriebenen Prüf- und Wartungsarbeiten.

Bei einem kleinen Kundendienst entstehen beispielsweise Kosten für:

🔧 Ölfilter inklusive Dichtung
🛢️ hochwertiges Motoröl
⚙️ benötigte Dicht-, Schmier- und Betriebsstoffe
🛠️ 1,5 Stunden qualifizierte Werkstattarbeit

Hinter jeder Werkstattstunde stehen außerdem Kosten, die man als Kunde nicht direkt sieht: qualifizierte Fachkräfte, laufende Schulungen, moderne Diagnosegeräte und Software, Spezialwerkzeuge, Hebebühnen und Werkstattausstattung, Versicherungen, Energie, Entsorgung und vieles mehr.

Von den 340 € brutto für den normalen Kundendienst bleiben nach Abzug der 19 % Mehrwertsteuer:

340,00 € brutto ÷ 1,19 = 285,71 € netto

Davon gehen dann wie erwähnt noch Materialeinkauf, Mechanikerlohn plus Arbeitgeberanteile, Miete, Strom, Versicherungen, Werkzeug, Diagnosegeräte, Schulungen, Verwaltung, Buchhaltung, Entsorgung usw. ab.

Wenn wir die 285.71€ Brutto als Basis nehmen und die Materialkosten abziehen kommen wir auf 195,67€. Von dieser Summe errechnen wir einen Gewinnanteil von 30% was letztlich 58,70€ beträgt. Von diesen 58.70€ leben wir, entwickeln Softwarelösungen, Fahrwerksabstimmungen die schon hundertfach (auch hier im Forum) einen Maßgeblichen Mehrwert für euch als Kunden gebracht haben. Diese Auflistung soll keinesfalls eine Rechtfertigung sein, vielmehr soll es euch dabei helfen die Preise besser zu verstehen. Auch wenn der Beitrag keinerlei Bezug zu uns als Händler hatte, finde ich es trotzdem wichtig das mal weiterzugeben. Die vielen User die schon Kontakt mit mir hatten, wissen das Transparenz und Fachwissen an erster Stelle stehen sollten.

Daher in diesem Sinne, haben wir alle wieder etwas dazugelernt 🙈✌️

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DSXRider
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von DSXRider » Samstag 4. Juli 2026, 15:51

Hallo Herbotuning,

zu Deinen Ausführungen möchte ich doch etwas anmerken ;-)
Nach Deiner Rechnung kommen bei einer 40 Stunden Woche und entsprechender Auslastung ca. 6.200 € Ertrag pro Mitarbeiter der Werkstatt zusammen. Bei entsprechender Anzahl an Mitarbeitern summiert sich das schon aus Werkstatterträgen, dazu kommt noch das Thekengeschäft bei den Werkstätten.

Nun muss man unterscheiden wie tatsächlich gearbeitet wird ... meine erste Inspektion war in 20 Minuten erledigt! Da habe ich dann im Anschluss selber noch einmal nachgeschaut, bin Kraftverkehrsmeister. Zum Beispiel hat der Schrauber mir auf Nachfrage erklärt, das man die Speichen nach erst 1.000 Km nicht prüfen braucht, weil bei normalem Gebauch der Maschine wäre das nicht nötig :oops:
Kette nicht nachgefettet, Lenker nicht richtig justiert und Fehlerdiagnose nicht möglich!
Das trotzdem einige Schrauben nicht fest angezogen waren merkte ich dann 400 Km später und stand wieder in der Werkstatt. Da musste er dann ohne weitere Kosten ran! Die Probleme mit der Lamdasonde kennt er auch, wartet aber erstmal weiter auf ein Update vom Importeur. Letzten Sommer fehlte ihm sogar das Lesegerät und ich musste meinen ELM selber mitbringen um die Fehler zu löschen (Lambda-Sonde). Also wenig Eigeninitiative vorhanden.

Bei meiner Harley- Werkstatt (freie Werkstatt) wird so gearbeitet wie Du es beschrieben hast, gründlich, alles wird besprochen, Rückruf erfolgt, falls etwas auffällig ist, vernünftige Probefahrt wird gemacht und Altteile kann man sich anschauen. Stundenlohn passt und es wird nicht nach Werten abgerechnet, sondern nach tatächlicher Arbeitszeit. Vollausstattung incl. Prüfstand ist vorhanden, Meister im Einsatz und Ziel ist der wiederkehrende und zufriedene Kunde. Kosten normale Inspektion 30.000Km Fat Bob, 600€ (alle Öle und Bremsflüssigkeit gewechselt), unsere 750er Honda, zwei Jahresinspektion 450 €.

Was meine ich damit? Eine gute Werkstatt nimmt sich Zeit, hat Material, Technik und aktuelles Wissen vorrätig und setzt es entsprechend ein. Dies ist mit Vorhaltekosten bestimmt nicht günstig und gehört sich dann auch letztlich verrechnet. Zumal ja von den Nettoerträgen noch Kosten für den Standort (Miete, Strom, Wasser usw.) beglichen werden wollen. Dem Inhaber gönnen wir, gerade mit dem Bezug auf sein unternehmerisches Risiko, auch seine Vergütung.

Da zahle ich gerne 350€ bzw entsprechend mehr für Folgeinspektionen, wenn ich danach unbekümmert und mit einem sicheren und sauber gewartetem Fahrzeug unterwegs bin. Gerade bei 2 Rädern geht es ansonsten schnell mal ins "Grüne" und das wollen wir ja alle so nicht erleben.

Anhand der Kommentare die bisher von Euch eingereicht wurden, kann man sehen das Ihr sehr am Kunden, seinen Wünschen und seinen Nöten interessiert seit. Das ist nicht nur zu begrüssen sondern sollte auch aktiv unterstützt werden.

Leider ist der Weg zu Euch zuweit um meinen Service und die geplante Softwareanpassung mal so eben machen zu lassen, steht aber bei mir auf der Wunschliste :P
Eventuell komme ich mal auf dem Weg in den Urlaub zu Euch und mache natürlich vorher einen Termin aus 8-)

Beste Grüße aus NRW :mrgreen:

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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von Zweinullzwei » Sonntag 5. Juli 2026, 10:31

Ich finde die Preise völlig okay. In der Schweiz ist es ja nochmals einiges teurer – und das oft auch zurecht. Mir geht es grundsätzlich nicht darum, möglichst wenig zu bezahlen. Ich zahle gerne einen fairen Preis, wenn dafür saubere und gute Arbeit gemacht wird.

Ich bin selber seit rund 40 Jahren Mechaniker und schraube aus Leidenschaft an meinen Fahrzeugen. Klar gibt es Arbeiten, die ich extern machen lasse, weil mir entweder das passende Werkzeug fehlt oder es meine Möglichkeiten übersteigt. Ich weiss aber ziemlich genau, wie es in einer Werkstatt läuft, und merke meistens schnell, ob mir ein Mechaniker oder eher ein Verkäufer gegenübersteht.

Darum hake ich auch mal nach, was genau gemacht wurde. Wenn zum Beispiel der Fehlerspeicher ausgelesen oder gelöscht wurde, möchte ich schon wissen, was drin stand und weshalb er gelöscht wurde.

Da ich meine Fahrzeuge nur für ganz bestimmte Arbeiten in die Werkstatt bringe und den Auftrag klar definiere, habe ich eigentlich fast nur gute Erfahrungen gemacht. Wenn etwas Unerwartetes auftaucht, wurde ich bis jetzt meistens angerufen und man hat das weitere Vorgehen mit mir abgesprochen.

So richtig enttäuscht wurde ich eigentlich nur einmal – und ausgerechnet bei einem Sattler, der meine Sitzbank umgebaut hat. Nicht wegen seiner Arbeit, die war gut, sondern weil die Offerte überhaupt nicht eingehalten wurde. Abgemacht waren rund 220 €, am Schluss waren es über 400 € – mit der Begründung, der Aufwand sei grösser gewesen als erwartet. So jemand bekommt von mir keine zweite Chance und ganz sicher keine Empfehlung.

Herbotuning
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von Herbotuning » Sonntag 5. Juli 2026, 22:19

Hi,

Deine Rechnung geht so leider nicht auf. Hier mal kurz meine Gedanken dazu:

Die Personalkosten und der tatsächliche Zeitaufwand eines Motorradbetriebs lassen sich nicht allein anhand der berechneten Werkstattstunden beurteilen.

Heutzutage ist es zunehmend schwierig, qualifizierte Mitarbeiter für eine klassische 40-Stunden-Woche zu gewinnen. Viele Beschäftigte wünschen sich kürzere Arbeitszeiten oder Teilzeitmodelle. Für den Betrieb bedeutet das: Die notwendige Arbeitsleistung muss auf mehrere Mitarbeiter verteilt werden, während gleichzeitig Lohnnebenkosten, Urlaubstage, Feiertage, Krankheitstage und weitere Ausfallzeiten berücksichtigt werden müssen. Rechne Dir das mal mit 30Tagen Urlaub + 30Tagen Krankheit aus. Zudem haben wir speziell in unserem Betrieb keinen einzigen Mechaniker mit einer 40Stunden Woche.

Hinzu kommt ein erheblicher Arbeitsaufwand, der dem Endkunden gar nicht direkt berechnet wird. Allein für den Aufbau und die Vorbereitung eines Neufahrzeugs werden – je nach Modell – etwa ein bis zwei Arbeitsstunden benötigt. Dazu gehören beispielsweise das Auspacken, die Montage, die technische Kontrolle und die Vorbereitung zur Übergabe. Je mehr Fahrzeuge verkauft werden, desto stärker summiert sich dieser unbezahlte beziehungsweise nicht separat berechnete Arbeitsaufwand.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Saisongeschäft. Obwohl sämtliche Kosten zwölf Monate im Jahr anfallen, besteht eine vollständige Auslastung häufig nur während sechs bis sieben Monaten. Die Mitarbeiter erhalten selbstverständlich auch in den ruhigeren Monaten ihren Lohn. Gleichzeitig laufen Miete, Versicherungen, Strom, Wasser, Heizung, Werkstattausrüstung, Software, Prüfgeräte und viele weitere Betriebskosten unverändert weiter.

Das bedeutet: Die Einnahmen der starken Saisonmonate müssen nicht nur die Kosten dieser Monate decken, sondern auch dazu beitragen, die schwächere Jahreshälfte zu finanzieren. Ein Werkstattpreis kann deshalb nicht ausschließlich danach beurteilt werden, was ein Mechaniker während einer einzelnen Arbeitsstunde verdient. Er muss die gesamte betriebliche Struktur tragen.

Gerade ein Fachbetrieb mit qualifiziertem Personal, professioneller Werkstattausstattung und Verantwortung für die Sicherheit der Fahrzeuge muss wirtschaftlich kalkulieren. Nur so können Arbeitsplätze langfristig gesichert, Mitarbeiter fair bezahlt, Investitionen getätigt und den Kunden auch in Zukunft ein zuverlässiger Service angeboten werden.

Ich hoffe Ihr versteht die Thematik und könnt eventuell in Zukunft die Preise der einzelnen Betriebe entsprechend besser nachvollziehen.

VogeDortmund
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Re: 1. Durchsicht

Beitrag von VogeDortmund » Samstag 25. Juli 2026, 17:45

Hallo Gemeinde,
Ich war am Mittwoch beim 1000er Service, Kostenpunkt 198,00€, ich denke da kann man nicht meckern. Es wurde auf meinem Wunsch der Schalthebel für mich eingestellt, ok ist wirklich kein Aufwand wenn man weiß wie es geht. Die Kette wurde gespannt währenddessen ich auf dem 🏍️ Moped saß. Fand ich gut. Morgen geht’s wieder auf ne kleine Runde Richtung sauerlandtalsperren